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Robert Alexander Schumann,
geboren am 18. Juni 1810 in Zwickau, gestorben am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn,
Sohn des Buchhändlers und Verlegers August Schumann, seit 1840 verheiratet mit der Pianistin Clara Schumann, Großvater des Wissenschaftlers Erich Schumann,
deutscher
Komponist.
Nach Aufgabe seines Klavierunterrichts bei Friedrich Wieck widmete er
sich dem Kompositionsstudium bei Heinrich Dorn. Bereits frühzeitig
entstanden zahlreiche seiner bedeutenden Klavierwerke, unter ihnen 3
Sonaten, Konzertetüden nach Niccolò Paganini, "Carnaval", "Papillons",
"Kreisleriana", "Davidsbündler", "Kinderszenen", "Etudes symphoniques".
1834 gründete er mit J. Knorr, L. Schuncke und F. Wieck die "Neue Zeitschrift für Musik", deren Redakteur er bis 1844 war.
1840 heiratete er gegen den Willen ihres Vaters Clara Wieck.
1843 Lehrer am Leipziger Konservatorium,
1847 Dirigent der Liedertafel und
1848 des von ihm gegründeten Chorgesangvereins in Dresden.
1850-1854 städtischer Musikdirektor in Düsseldorf,
1854 Selbstmordversuch im Rhein, lebte danach in der Heilanstalt Endenich.
Schumanns Leben und Schicksal, seine intuitive, zwischen Perioden der
Unfruchtbarkeit jäh aufflammende Produktivität, sein Verkanntwerden als
Komponist und sein Ende im Wahnsinn hatten starken Anteil an der
Entstehung des romantischen Künstlerbilds. Seiner Sprunghaftigkeit
angemessen sind besonders die kleinen Formen, die Ausdruck momentaner
Stimmungen sind. Aus seinem reichhaltigen Schaffen sind neben seinen 4
Sinfonien und den zahlreichen Klavierkompositionen und Liedern 4
Konzertouvertüren, je ein Klavier-, Violin- und Violoncello-Konzert,
seine Kammermusik (je 1 Klavierquintett und -quartett, 3
Streichquartette, 3 Klaviertrios, 2 Violinsonaten unter anderem), die
großen Chorwerke mit Orchester "Das Paradies und die Peri" 1843,
"Manfred" 1852, "Der Rose Pilgerfahrt" 1852, "Szenen aus Goethes Faust"
1844-1853 und seine Oper "Genoveva" 1850 hervorzuheben.
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