Home Aktuelles Satiragazin Haste Doping in der Blutbahn, kannste radeln wie ein Truthahn...
|
Haste Doping in der Blutbahn, kannste radeln wie ein Truthahn... |
|
|
|
|
Geschrieben von joschma
|
|
Donnerstag, 09. August 2007 |
Im Radsport wird gedopt. Falls es jemand noch nicht wusste: Spätestens seit der Tour de France 2007 sollte es eigentlich jeder mitgekriegt haben, der nicht die letzten Jahre auf einer einsamen Insel verbracht hat, abgeschnitten von jeglicher Kommunikation. Meine Güte was war das diesmal für ein Aufschrei... als wäre es für die Hälfte der Weltbevölkerung eine erschreckende und 2007 zum ersten Mal vorgekommene Neuigkeit.
Unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben sogar die Live-Übertragung eingestellt - mit der Folge, dass direkt ein Privatsender eingesprungen ist. Aber ich reg mich ja nicht auf - weder über die Bevormundung, die uns die öffentlich-rechtlichen Anstalten (hach ja, der Begriff passt) zuteil werden lassen, noch darüber, dass ich für meine fleißig gezahlten GEZ-Gebühren die TdF dann doch bei einem Privatsender, der von den staatlich erpressten Gebühren keinen Cent bekommt, wiederfinde; natürlich gespickt mit Werbeunterbrechnungen. Wie auch immer, wir sind erwachsene Menschen und durchaus in der Lage, selbst zu entscheiden, was wir im TV angucken. Ich habe die TdF dieses Jahr weder aus der "ersten Reihe" noch mit Werbepausen genossen; mich stört einfach nur die Bevormundung.
Generell erstaunlich, dass jetzt ein Fass sondersgleichen aufgemacht wird. Hatte nicht das Erste der beiden Öffentlich-Rechtlichen fröhlich in den letzten Jahren die Gedoptesten unter den Dopern begeistert nach jeder Tour-Etappe zum Interview geladen? Liefen da nicht auch jede Menge Werbespots mit den Jungs? Na wenn da mal nicht das Prinzip "Hire and Fire" hintersteckt - erstmal Kohle machen, aber wenn die Patte zu stinken anfängt wie jetzt bei dem Trubel spontan den Wendehals machen wie die Grünen... Aber genau damit komme ich zum eigentlichen Grund für diesen Beitrag:
Sponsoren wollen aus dem Radsport aussteigen.
Aha. Schön und gut, die dürfen natürlich selber entscheiden, was sie mit ihrem Geld machen. Und natürlich ist auch klar, dass es einem Mineralwasserabfüller oder einem Molkereibetreiber nicht wirklich gut zu Gesicht steht, wenn bei unterstützten Sportlern statt den Produkten des Sponsors jede Menge Erzeugnisse diverser Pharmakonzerne in den Venen zirkulieren. Was mich im Moment massiv ankotzt ist eher grundsätzlicher Art:
Wieso eigentlich Geschrei nur um den Radsport?
Wieso wollen nur im Radsport die Sponsoren aussteigen?
Wieso wird nur die Live-Übertragung der TdF eingestellt?
Doping im Radsport ist ja nun nicht wirklich neu. Und andere Sportarten dopen eindeutig auch. Eine kurze Recherche nach dem Suchwort "Doping" bei Wikipedia warf unter Anderem zum Thema auch eine Aufzählung spektakulärer Dopingfälle aus. Allein in dieser Liste finden sich bereits diverse Leichtathleten, ein Ringer, Skilangläufer, Biathleten, und natürlich Radsportler, die teils bereits 1998 aufgefallen sind. Wenn man nur tief genug in den Sumpf abtaucht findet man auch genug Modder um ganze Seiten zu füllen.
Es wird gedopt. Oh, wie neu. Und sogar auch im Radsport. Wow.
Ist es nicht ein wenig albern, nur um den Radsport ein Gewese zu veranstalten? Ich bin ja mal gespannt,was nächstes Jahr bei den olympischen Sommerspielen in China abgeht. Da springen dann ja außer den Radsportlern auch jede Menge Leichtathleten und und und rum. Und ganz sicher findet sich bei fast jeder der dort vertretenen Sportart auch ein Dopingsünder - und ohne stänkern zu wollen: Hallo? China?? Sind es nicht die chinesischen Schwimmerinnen, die so richtig männlich aussehen? Das haben die doch bestimmt nicht ausnahmslos alle seit der Geburt... Ob da auch irgendweche Fernsehsender so konsequent sind und die Übertragungen einstellen?
Das wird noch richtig spannend: Vielleicht filtern sie ja auch nach Sportart - Radsport wird nicht übertragen, dafür aber Hallenhalma; lieber eine Sportart die kaum einer betreibt, da ist die Wahrscheinlichkeit gedopter Sportler analog geringer, als eine wirkliche Breitensportart wie zum Beispiel Radsport, die im Grunde jeder betreibt (oder hast du kein Fahrrad im Keller stehen?). Auch spannend: Die Welt schaut auf China. Und zwar ziemlich genau. China hat's aber nicht so mit den Menschenrechten. Auch ein Grund, Fernsehübertragungen einzustellen. Vielleicht auch ein Grund für Sportler, die Olympiade in China zu boykottieren.
Ein Boykott der Spiele in China würde dann die Dopingkontrollen wieder relativ einfach machen: Wenn Sportler Dopen, dann um zu gewinnen. Wer gewinnen will, boykottiert nicht. Also müssen sich in dem Fall alle Sportler, die trotz Boykott antreten, einen Generalverdacht gefallen lassen. Und die Fernsehanstalten dann wegen Dopings die Übertragungen einstellen. Die Gedopten will eh keiner sehen, dann kann sie auch keiner sehen. Und es schließt sich der Kreis zu den Sponsoren: Sportler, die keiner sieht, sind keine guten Werbeträger. Also steigen die Sponsoren aus, weil sie keinen Kies verdienen...
Und bevor ich mich weiter im Kreis drehe schließe ich mit der wahnsinnig unrealistischen Forderung ab:
Es geht eh nur um Geld, also schafft im Sport das Geld ab!
Trackback(0)
|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. August 2007 )
|
zuletzt ins Gästebuch geschrieben...:
Cornelia Schmidt Das hier ist schon eine sehr anspruchsvolle Seite. Weiter so Herr Schumann! Gruß Conny
Newsflash
|
Aoccdrnig to a rscheearch at an Elingsh uinervtisy, it deosn't mttaer in waht oredr the ltteers in a wrod are, the olny iprmoetnt tihng is taht frist and lsat ltteer is at the rghit pclae. The rset can be a toatl mses and you can sitll raed it wouthit porbelm. Tihs is bcuseae we do not raed ervey lteter by itslef but the wrod as a wlohe.
|
Aktuelles aus Norderney
|
Norderneyer Morgen
|
|
Tagesaktuelle Nachrichten von der Insel Norderney: Politik, Kultur, Sport |
|
|
Aktuelles aus Mülheim
|
Mülheim DerWesten
|
|
derwesten.de, Mülheims Wurzeln reichen über 800 Jahre zurück. Die Stadt, im Dreieck zwischen Duisburg Essen und Düsseldorf gelegen, war immer eine bedeutende Unternehmerstadt. Große Namen mit der deutschen Industriegeschichte sind mit Mülheim verbunden: Hugo Stinnes, August Thyssen gehören dazu. Aldi wie die Tengelmann-Gruppe haben in Mülheim ihren Stammsitz. Einer der größten Arbeitgeber in der Stadt mit 170 000 Einwohnern ist heute Siemens; der Konzern entwickelt am Ort Turbinen und Generatoren, die weltweit gefragt sind. Mülheim pflegt den Ruf als gute Wohnstadt, die von der Ruhr durchquert wird. Die Hälfte der Stadt wird von Grün bedeckt. Auf den Höhen liegen gleich zwei Max-Planck-Institute. Klein, aber mit einen einzigartigen Ruf versehen ist das Theater an der Ruf, das international ausgerichtet ist. Das Ruhr-Bistum hat seine Akademie in Mülheim angesiedelt. Mehrere tausend Teilnehmer kommen jährlich zu den Begegnungen von Politikern, Wissenschaftlern und Theologen. |
-
Menschen machen?s möglich: Pieks Revier liegt in der Natur
Von der Schlossbrücke bis zu den Ruhrauen bis nach Mintard: Das ist Karin Pieks Revier. Vielleicht Mülheims schönster und abwechslungsreichster Landstrich.
-
Pop: Ex-Popstars im Duett auf der Ruhrbühne
Ja, die Chemie stimmt. Das haben Jana Barske und Marc Stender gleich gemerkt. Als sich die beiden Sänger in der letzten Staffel der Castingshow Popstars kennen lernten, mochten sie sich auf Anhieb.
-
Lange Liebe: Ehe hält schon 74 Jahre
1935 war es, als Ilse zur Mühlen mit einer Freundin eine ?Fahrt ins Blaue? antrat und sich im überfüllten Zug einfach auf den nächstbesten freien Platz setzte. Und das, obwohl Hüte in der Ablage darüber diese deutlich als bereits besetzt markierten.
-
Interview: Wenn das Erlebte nicht loslässt
Die Zeugen der Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg müssen das Geschehen verarbeiten. Etliche werden Hilfe brauchen. Ein Gespräch mit Dr. Rudolf Groß, dem Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am St. Marien-Hospital.
-
Projekte: 350 ? helfen, Kinder zu retten
Wenn man weiß, wohin die Spende geht, gibt man umso lieber: Die Mülheimer Grünen, davon darf man ausgehen, kennen die Initiativen gut, deren Anträge erfüllt werden konnten.
-
Ausbildungsmarkt: Ungebildet und unmotiviert ins Berufsleben?
Der Trend ist klar: Mülheimer Betriebe melden weniger Ausbildungsplätze, gleichzeitig steigt die Zahl unbesetzter Stellen. Ein Widerspruch? Häufig passen die Wünsche der jungen Leute nicht mit denen der Arbeitgeber zusammen.
-
Radwegenetz: Fortschritte beim Ausbau des Ruhrtal-Radweges
Die Deutsche Bahn will die verwaiste Trasse zwischen Essen und Mülheim noch nicht für das Radwegenetz freigeben. Zwischen Menden und Kettwig setzt der RVR derweil den Leinpfad für Radfahrer instand.
-
Lärmschutz A 40: Flüsterasphalt macht Schluss mit Lärm auf A 40
Etappensieg für die lärmgeplagten Anwohner der A 40: Der Bund gibt grünes Licht für eine Lärmsanierung auf acht Kilometern. Zwischen den Anschlussstellen Mülheim und Winkhausen soll 2011 Flüsterasphalt verlegt werden.
-
20 Jahre Mülheimer Spätlese: Reife Leistung
Das Theater Mülheimer Spätlese hat sich im Laufe der Jahre über die regionalen Grenzen hinweg einen Namen in der Seniorentheater-Szene erspielt. Ihren 20. Geburtstag feiert die Bühne im September.
-
Menschen in Mülheim: Es gibt kein Patentrezept
Wer an einer Krebserkrankung leidet, leidet nicht nur körperlich. Bettina Jansen sorgt dafür, dass die seelischen Belastungen der Patienten im St. Marien Hospital gelindert werden.
|
|