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Geschrieben von joschma
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Mittwoch, 24. Oktober 2007 |
geboren am 29. April 1940 in Colditz, gestorben am 16. Oktober 1977 in Aden, Jemen,
deutscher Pilot.
Schumann begann seine fliegerische Laufbahn bei der Deutschen Luftwaffe, wo er beim Jagdbombergeschwader in Jever (JaboG 38) den F-104 Starfighter flog. Nach seinem Ausscheiden bei der Luftwaffe wurde er Pilot bei der Deutschen Lufthansa und war als solcher Kapitän der am 13. Oktober 1977 entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“.
Am 16. Oktober 1977 gelang es ihm bei einer Zwischenlandung in Dubai, den dortigen Behörden Informationen über die Anzahl der Entführer der „Landshut“ mitzuteilen. Aufgrund eines Interviews des Verteidigungsministers von Dubai erfuhren auch die Entführer davon, woraufhin der Anführer der Geiselnehmer, Zohair Youssif Akache, der sich selbst Captain Martyr Mahmud nannte, den Flugkapitän im Gang niederknien ließ und drohte, ihn bei einem weiteren Vorfall zu erschießen.
Nach der Landung am 16. Oktober 1977 in Aden (damals Süd-Jemen) auf einem Sandstreifen neben der Landebahn (da die dortige Regierung alle Landebahnen blockieren ließ und die Maschine wegen Treibstoffmangel keinen alternativen Flugplatz mehr erreichen konnte) verließ Schumann mit Erlaubnis der Entführer das Flugzeug, um das Fahrwerk zu kontrollieren. Er nutzte die Gelegenheit vor allem auch für Verhandlungen über eine mögliche Freilassung der Geiseln in einem Flughafengebäude. Anschließend kehrte er freiwillig wieder in die entführte Maschine zurück. Dort wurde er von Captain Martyr Mahmud im Mittelgang des Flugzeuges nach einer Befragung über die Gründe seines Fortbleibens zuerst niedergeschlagen und dann mit einem gezielten Kopfschuss ermordet.
Ihm zu Ehren trägt das Gebäude der Lufthansa-Verkehrsfliegerschule in Bremen seinen Namen. Beigesetzt wurde er in seinem letzten Wohnort Babenhausen in Hessen. Dort wurde auch eine Straße und eine Schule nach ihm benannt sowie ein Gedenkstein errichtet. In Arnoldshain (Hochtaunuskreis) wurde eine Grundschule nach dem Piloten benannt.
Auch die Stadt Landshut, deren Namen die Lufthansa-Maschine trug, benannte eine Straße nach Jürgen Schumann.
Posthum wurde Jürgen Schumann das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse von Präsident Walter Scheel verliehen. Es wurde auf der Trauerfeier am 21. Oktober 1977 vom Copiloten der „Landshut“, Jürgen Vietor, vor dem Sarg auf Kissen getragen.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 06. Oktober 2009 )
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