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Geschrieben von joschma
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Sonntag, 11. November 2007 |
Gilt das Produkthaftungsgesetz eigentlich auch für's Fernsehprogramm? Sprich, kann ich für bleibende Schäden seelischer wie psychischer Art bei der GEZ Schadenersatz einklagen? Nach Wetten, dass ... ? vom 10.11.2007 ist mir zumindest danach, einen Nervendoktor meines Misstrauens aufzusuchen und mich umgehend in eine Gummizelle einweisen zu lassen. Sowas wie dieser Schwachkappes wird einem dank der Fersehgebühren ins Haus geliefert?
Gottschalk, bekannt dafür, in seiner Sendung neben mittlerweile immer bekloppteren Wetten als Einziger in der deutschen Fernsehlandschaft Weltstars aufbieten zu können (dicht gefolgt von Stefan Raab - der hat ab und an ja auch mal welche da) scheinen die "normalen" Wetten so langsam auszugehen. Die Folge davon konnte man gestern live aus Leipzig bewundern: Da wettete ein Mann - Tim - , dass er in 90 Sekunden mehr Wasser aus einem Hundenapf schlabbern kann
als sein Labrador Lucky.
Häääää?
Ja, richtig: Mann wettet das er schneller säuft als Hund. Normalerweise kein Thema: Gib ihm ein Bier und es ist leer bevor der Hund überhaupt zu seinem Napf gelaufen ist. Aber Tim will original doggystyle schlabbern.
Lustige Idee, das Leipziger Publikum brüllt vor Lachen wie Tim und Struppi äh Lucky einig nebeneinander den Kopf über ihre Schüssel halten und die Zunge ins Nass tauchen. Unfair dabei: Tim hatte nur Wasser, Lucky aber lecker Wurstwasser. Lucky, als Hund eine andere Art des Trinkens gar nicht erst gewöhnt, schlabberte entspannt fast den ganzen Napf leer. Tim schlabberte auch - und zwar das meiste daneben. Immerhin, so Gottschalk begeistert am Ende, ist es bei ihm nicht mehr geworden - sehr schön, Schlabber und Sabber gleichen sich also aus.
Sehr bezeichnend übrigens der Gesichtsausdruck der Wettpatin Celine Dion, die bereits im Vorfeld der Wette nicht wirklich entspannt und wohlgelaunt aussah - sie muss wohl geahnt haben, worum es bei der Wette für die Sie nachher Patientin sein wird, gehen muss. Nun ja, zumindest hat sie für einen Moment in der geistigen Ebbe um sie herum Verstand gezeigt und richtig gewettet. Mit Geist und Verstand war es bei ihr aber auch recht schnell wieder vorbei, als sie trotz gewonnener Wette ihren Wetteinsatz einlöste: Als absolutes Highlight der Show hat sie ihren Titanic-Hit "My Heart Will Go On" gegurgelt.
Gegurgelt!!!
Wie passend ist das denn? Die Titanic, nach Bums gegen Eisberg, ist mit Mann und Maus abgesoffen, und jetzt wird das Titellied zum dazugehörigen Film gegurgelt. Jetzt weiß Mario Barth bestimmt auch, wieso die Kapelle noch gespielt hat: Sie hat einfach nur mit dem Chor der Ertrinkenden gemeinsam musiziert! A propos Chor...: Wenn das nicht DIE Superidee für Dieter Bohlen ist: "The Titanic Non-Survivors" - ein Chor, der alle möglichen Lieder gurgelt und den Fischer-Chören Konkurrenz macht...
Tolle Show, voll auf den Hund gekommen.
Ach ja - Lucky hatte übrigens gewonnen und erwartungsgemäß schneller geschlabbert als sein Herrchen.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 11. November 2007 )
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