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Nov 27 2007
Pedestrian Painmakers - Zieht die Rentner aus dem Verkehr! Teil II PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von joschma   
Dienstag, 27. November 2007
In Dortmund hat ein 85jähriger Autofahrer fröhlich die Fußgängerzone mit einer Straße verwechselt und fuhr dabei mal eben fünf Menschen platt. Reicht sowas eigentlich nicht, um alle Autofahrern ab beispielsweise 70 Jahren regelmäßig zu medizinischen Untersuchungen der Fahrtüchtigkeit zu bitten?

Angeblich sei der rüstige Rentner orientierungslos (!) mit ca. 30 km/h (also der rentnerischen Normalgeschwindigkeit auf Autobahnen!) in die entsprechend beschilderte Fußgängerzone gefahren und habe sich gewundert warum so viele Menschen auf der Straße wären. Dann rammte der Hospiz-Schumi erst eine 66jährige, die "auf der Motorhaube liegenblieb" (derwesten.de) - Respekt, mit 66 noch Stunt-Woman! - nagelte einen 69jährigen um der mit Verdacht auf Wirbelksäulenverletzungen im Krankenhaus landete und schließlich noch ein Kind - natürlich nicht ohne vorher dessen Mutter samt Begleiter aus dem Weg zu mähen.

Immerhin - das Kind auf der Motorhaube (Moment, lag da nicht noch die Stunt-Omi?) veranlasste den PS-Rüpel-Rentner dann doch endlich mal anzuhalten. Er hatte ja fünf. Das tapfere Schneiderlein, bekannt durch den Spruch "Sieben auf einen Streich" lacht sich bestimmt ins Fäustchen.

So viel zu den Tatsachen. Witziger war das Bild, das Carina in diesem Zusammenhang in mein Gedächtnis beschrieb: Man stelle sich einen klassischen Rentner mit Hut vor, auf der Heckablage der obligatorische Wackeldackel. Auf sein Recht bestehend fährt er stur mit 30, egal was kommt. Gestikulierend mit einem überzeugten "Weg da!" rumpelt er durch die Fußgängerzone, fest überzeugt, dass die ganzen Leute da keine Ahnung von Verkehrsregeln haben und er sie erstmal erziehen müsse - notfalls durch intimen Direktkontakt mit seinem Auto... haste das Bild?

Wie auch immer, ich bleib dabei: Wo ist das Problem bei regelmäßigen Gesundheitskontrollen, meinetwegen für alle Autofahrer? Das Auto muss alle zwei Jahre zum TÜV und wird notfalls aus dem Verkehr gezogen wenn es andere gefährdet, aber der Fahrer kann noch so kaputt sein und darf weiter Leib und Leben Anderer gefährden?

P.S. Für alle Rentner: Ich weiß, als Ihr den Führerschein gemacht habt, gab es noch keine Fußgängerzonen. Und man muss sich ja auch nicht informieren was es eventuell an Neuerungen im Straßenverkehr gibt, beispielsweise neue Verkehrszeichen. Jedenfalls, das da unten ist das Zeichen 242 StVO - immer, wenn Ihr das seht dürft Ihr da nicht reinfahren. Ich hab's extra groß reingesetzt, um auch den älteren Autofahrern mit Alterssehschwäche eine Chance zu geben dieses Schild wenigstens mal gesehen zu haben. Wo sie doch sonst auf der Straße die Schilder gar nicht mehr sehen können. Genießt es!

vz_242.gif
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