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Wer jetzt noch Rußfilter einbauen lässt ist selber schuld! |
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Geschrieben von joschma
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Donnerstag, 29. November 2007 |
Hui... kleiner Artikel auf der Titelseite der WAZ, und so viel Schwachsinn den joschma anprangern kann... Es geht um funktionslose Rußfilter, die mittlerweile bei 40000 Diesel-Autos eingebaut sind.
Weil die Filter nicht filtern, haben die Bundes-Regierigen mit der Autobranche ausgehandelt, das betroffene Autofahrer die Filter kostenlos austauschen lassen können.
Können, von müssen ist nicht die Rede. Also egal, ob die den Filter nu tauschen lassen oder nicht, die Steuervergünstigung behalten sie.
Jetzt denken wir mal nach: Was tut ein Rußfilter der nicht filtert? Richtig: Er filtert den Ruß nicht. De facto verhält er sich so, als wäre er gar nicht da. Also ganz genauso wie als wäre er wirklich nicht da. Wie bei einem Auto, das keinen Rußfilter hat. Das dafür auch keine Steuervergünstigung bekommt.
Klingt komisch, ist aber so: Der eine schleudert Dreck und kriegt Vergünstigungen, der andere schleudert Dreck und kriegt - äh, Fahrverbote in Innenstädten wegen Feinstaub. Ich freue mich schon auf die ersten Klagen der Diesel-Drecker ohne Filter, die mit Hinweis auf Gleichheitsgrundsatz die Bevorteilung der Diesel-Dreckies mit Filter ablehnen.
Soviel dazu. Sehr nett und im selben Artikel auch ein Statement vom Diesel-(Nicht)Filter-Hersteller GAT: "Den Werkstätten würde nur der Einbau eines neuen GAT-Filters bezahlt, die Kosten für einen fremden, teureren Filter werde man nicht tragen. Ansonsten drohe die Insolvenz". Parallel gestand GAT ein, "derzeit keine funktionierenden Ersatzfilter anbieten zu können".
Hubba?!? Kann mich mal einer kneifen?
Die weigern sich also, ein defektes Produkt gegen ein Funktionierendes auszutauschen? Mit Hinweis darauf, sonst Pleite zu gehen? Ja hallo? Gut das die Staatsanwaltschaft gegen den Schuppen bereits ermittelt - von Verbraucherrechten haben die offenbar noch nix gehört: Wenn kaputt, dann Umtausch, Reparatur oder Geld zurück. Umtausch hat sich erledigt, die sagen ja selber sie hätten nur so'n Kappes der nicht funktioniert. Reparatur genauso. Bleibt also nur Geld zurück. Darauf haben die Käufer ein gesetzlich verbrieftes Recht! Und sorry liebe Jungs bei GAT - wenn alle Käufer dieses Recht in Anspruch nehmen geht Ihr definitiv Pleite wenn Ihr die letzten Jahre nur Müll produziert und verkauft habt. Selber schuld. Hättet mal Eure Hausaufgaben machen sollen... Nun seid lieber froh wenn Ihr nur Pleite geht und nicht auch noch Schadensersatz zahlen müsst beispielsweise dafür, dass durch den Ein-, Um- und Ausbau Eurer Bananenfilter Autos mehrere Stunden sinnlos in der Werkstatt standen und der Besitzer sie somit nicht nutzen könnte. Rein theoretisch hätte der dafür nämlich Schadensersatzansprüche: Arbeitszeit, Umsatzausfall, vielleicht Vermögensschäden... aber das sag ich nur ganz leise, sonst kommt wirklich noch einer auf die Idee.
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