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Geschrieben von joschma
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Donnerstag, 03. September 2009 |
James Bond, auch bekannt als 007, ist ein fiktiver Geheimagent des
britischen Geheimdienstes MI6. 1952 vom Schriftsteller Ian Fleming
erfunden, wurde er vor allem durch die seit den 1960er Jahren
erfolgreiche Filmreihe weltbekannt. Heute gilt die Figur des James Bond
als popkulturelle Ikone.
Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst britischer
Geheimdienstangehöriger war, entwickelte die Figur James Bond
vermutlich nach dem Vorbild des britischen Marineoffiziers Patrick
Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen
Linien spionierte und von Fleming in seinen Memoiren beschrieben wurde.
Den Namen seiner Romanfigur wiederum übernahm Fleming von dem
Ornithologen James Bond, auf dessen Buch „Birds of the West Indies“
(deutsch: Vögel der Karibik) er gestoßen war. Im Film „Stirb an einem
anderen Tag“ (2002) nutzt Bond (Pierce Brosnan) dieses Buch, um sich
gegenüber Jinx (Halle Berry) als Ornithologe auszugeben.
Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Bände mit James
Bond als Titelhelden, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich
waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren – siehe weiter unten
– die Romanreihe fort. Seit John Gardners „Lizenz zum Töten“ wurden die
Romane anhand der Filme konzipiert, nicht mehr umgekehrt.
2004 hat Ian Fleming Publications (Glidrose) eine neue Buchreihe
angekündigt, die das Leben Bonds als 13-Jährigen am Eton-College
thematisiert. Charlie Higson hat die ersten Young Bond-Romane dieser
Serie veröffentlicht. Bereits Ende der 60er verfasste Arthur
Calder-Marshall einen Roman, der in der Jugendzeit von James Bonds
Neffen James spielt. Diese Idee wurde Anfang der 90er von John Peel mit
sechs Romanen weitergeführt.
Während sich die Filme der 60er und 70er Jahre noch relativ eng an
Flemings Romanen orientierten (Ausnahme: „Der Spion, der mich liebte“,
von dem nur der Titel verwendet werden durfte), wurden in den 80ern
zunächst noch die Kurzgeschichten herangezogen. Von 1989 bis 2002
wurden die Filme gänzlich ohne literarisches Vorbild konzipiert. Der
aktuelle Bond-Film „Casino Royale“ (deutscher Kinostart war am 23.
November 2006) basiert auf Ian Flemings Erstlingswerk, wogegen der
gleichnamige Film von 1967 nicht zur offiziellen Bond-Reihe zählt.
Die Romanfigur James Bond
Fleming gibt bis auf eine Ausnahme in „You only live twice“ in seinen
Romanen kaum Aufschluss über den Lebenslauf seiner Hauptfigur. Diese
Lücke hat John Pearson mit dem 1973 erschienenen Buch: „James Bond: The
Authorized Biography“ geschlossen, indem er die knappen Angaben aus
Flemings Roman ausbaute:
Demnach erblickte James Bond am 11. November 1920 als Sohn des
schottischen Ingenieurs Andrew Bond und der Schweizer Bergsteigerin
Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid nahe der Stadt Essen
das Licht der Welt. Nachdem die Eltern 1931 bei einem Ski-Unfall in
Chamonix ums Leben kamen, wuchs Bond zusammen mit seinem jüngeren
Bruder Horst-Walter bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei
Canterbury auf. Mit 13 kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem
er mit 15 aufgrund eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen
verwiesen wurde. Er wurde daraufhin nach Fettes in Edinburgh geschickt,
wo auch sein Vater studiert hatte. Nach seiner Ausbildung ging er zur
Royal Navy, um während des Zweiten Weltkriegs im Nachrichtendienst die
Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf
der Insel Wangerooge stationiert, wo er – im Inselsand eingegraben –
die nahe gelegenen U-Boot-Bunker observierte. Bald erreichte er den
Rang eines Navy Commanders, worauf ihm der Weg in die
Doppel-Null-Abteilung offen stand.
Die Trilogie von Samantha Weinberg ergibt weiteren Aufschluss über
Bonds Karriere. In den Romanen wird in Form von Tagebucheinträgen aus
der Sicht der Sekretärin Ms. Moneypenny über Erlebnisse mit James Bond
berichtet, die in keinem der Bond-Romane vorkommen. Bei dieser
Gelegenheit wird auch Moneypennys Vergangenheit näher beschrieben.
In den Romanen ist James Bond von durchschnittlicher Statur. Er hat
schwarze Haare, eine Locke fällt immer unbändig in die Stirn. Seine
Augen sind blau-grau. Sein schmales Gesicht und seine Hohen
Wangenknochen geben ihm zusammen mit seinen Augen einen kühlen
Ausdruck. Besonderes: Er hat eine schmale Narbe auf der Wange. Außerdem
hatte er eine Hauttransplantation an der rechten Hand, nachdem ihm ein
sowjetischer Spion ein Erkennungsmerkmal in diese ritzte.
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 03. September 2009 )
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